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Somewhere over the rainbow

Auf diesen Seiten berichte ich Ihnen regelmäßig von meinen Erfahrungen,
die ich irgendwo auf dieser Welt gemacht habe.

Hummer3.2




Restaurantempfehlung in Hamburg

Das kleinste Restaurant der Welt
Altes Zollenspieker Pegelhäuschen

Und wem unser Flying Table zu groß ist, der kann hier ja mal gucken...
www.indernaehebleiben.de
(Dieser Blog lohnt sich generell für Menschen, die gerne im Norden unterwegs sind oder den Norden für sich entdecken möchten)



Viva Mallorca
Oder feiere das Leben, dann feiert es dich


39 Grad 45' N, 2 Grad 39' O
Das sind die Koordinaten für einen der schönsten Orte der Insel - Deia

Es fasziniert mich immer wieder, dass wir auf Mallorca unsere Unterkunft in den vergangenen Jahren immer im Tramuntana Gebirge gewählt haben, obwohl ich doch ein Krabbenschubser bin wie er im Buche steht. Und in Wildeshausen immer maule, dass das Meer einfach zu weit entfernt ist.

Wer allerdings einmal die Küstenstraße von Deia nach Valdemossa gefahren ist, versteht warum. Der Blick fällt auf die zerklüfteten Felsen, schweift über Häuser aus gelben Stein gebaut, die sich in die Bergwelt schmiegen und erreicht dann das Meer. Blau liegt es da, ruhig und doch unberechenbar. Hier hat man also alles, die rauhen Bergzüge der Serra de Tramuntana, welche seit 2011 zum Welterbe gehört, und mein über alles geliebtes Meer.

Diesmal hatten wir allerdings keine Wahl was die Unterkunft anging, denn wir waren eingeladen. Eingeladen zu einem der schönsten Feste, das wir je erleben durften. Freunde von uns feierten ihre Silberhochzeit auf der Insel, was wohl nicht nur der atemberaubenden Natur geschuldet war, sondern auch dem Umstand, dass die Braut eine Halb-Spanierin ist.

Nachdem Timo und ich mit einem befreundeten Ehepaar vorher ein paar Tage am Meer verbracht hatten, reisen wir an auf die wunderschöne Finca Son Bleda, wo schon alles vorbereitet war für ein unvergessliches Wochenende unter Spaniens Sonne.
Auch von Son Bleda aus kann man das Meer sehen, wenn man die Stufen zum Pool hinaufsteigt. Die Ruhe, die dieser Ort bietet, konnten wir nur ahnen. Denn eine über 30-köpfige Hochzeitsgesellschaft macht auch viel Lärm. Was in diesem Falle aber perfekt war, die Stimmung konnte nicht besser sein. Und obwohl aufgrund des magischen Ortes schon die besten Voraussetzungen gegeben waren, um ein traumhaftes Wochenende zu erleben, hat die Handschrift unserer Freunde aus Liebe zum Detail erheblich dazu beigetragen, dass wir diese Tage auf Mallorca niemals vergessen werden.

Agapanto Mallorca

Am Freitag Abend wurden wir alle mit einem Bus nach Port de Sóller gebracht, in eines unserer Lieblingsrestaurants auf der Insel. Das Agapanto liegt direkt am Strand, wo auch der Empfang stattfand. Sonne, ein eisgekühlter Drink, Port de Sóller im Licht der untergehenden Sonne, dazu ein Saxophonspieler..., danach ein mehrgängiges Menü auf der Terrasse des Restaurants, Kerzen, Fackeln , zum Weinen schön. Gegen Mitternacht fuhren wir zurück nach Son Bleda, um einen letzten Drink zu nehmen und uns auf den kommenden Tag vorzubereiten.

Und dann war er da, einer der schönsten Tage im Leben unserer Freunde. Diese Silberhochzeit war eigentlich gar keine Silberhochzeit, sondern der Anlass, aus vollem Herzen Ja zueinander zu sagen.

Die Trauung fand in der Iglesia de San Juan Bautista in Deia statt.

Kopfsteingepflasterte Straßen führen hinauf zur Kirche und wenn man den Anstieg erstmal hinter sich gebracht hat, womöglich noch wie einige unserer Freunde in High Heels, wird man belohnt mit dem allerschönsten Ausblick. Kirchen sind ja bekanntlich ein Ort der Stille, aber an diesem Tag auch ein Ort der Fröhlichkeit. Es ist eine neue Erfahrung, so einen Ort, den man normalerweise alleine genießen würde mit einer erwartungsvollen und fröhlichen Hochzeitsgesellschaft zu erleben.
Als aber die Violinistin begann, wurde es ganz still. Es war fast unwirklich, die Umgebung und die Musik...
Die Trauung, die von einem deutschsprachigen spanischen Pastor vollzogen wurde, war hochromantisch.
Besonders schön fand ich seine Bemerkung, dass er sich freue nach 25 Jahren dieses Eheversprechen abzunehmen, mehr noch, als bei einer normalen Trauung. Denn hier wisse er, dass die Eheleute es ernst meinen, sie lieben sich ja schon so viele Jahre.

Die Liebe zueinander sprach den beiden aus jeder Geste, jedem Blick.
Caro & lutz
Nach der Trauung fuhren wir zurück nach Son Bleda, wo am Pool bereits eine riesige Paella auf uns wartete. Nach einem gechillten Nachmittag trafen wir uns abends wieder auf der Terrasse, wo eine lange Tafel für uns eingedeckt war.

Son Bleda Mallorca Son Bleda Tisch Son Bleda Tisch

Nach einem wunderbaren 6-Gänge Menü überraschten uns insbesondere die Söhne des Brautpaares mit einer herzzerreißenden Rede und professionellen Gesangs- und Tanzeinlagen, die ihresgleichen suchen. Der Abend war geprägt von Ausgelassenheit und Liebe, wie ich selten einen erlebt habe.

Und als die Sonne langsam unterging in den Bergen konnte man nur denken, mehr geht nicht.

An dieser Stelle nochmal danke aus vollem Herzen an das Brautpaar. Durch eure Liebe zueinander und die wundervollen Tage, die wir mit euch verbringen durften, habt ihr unser Leben ein Stück reicher gemacht.

Wir werden immer gerne an dieses Wochenende zurückdenken.

Son Bleda Reni Timo



Und neulich an Bord

Lange Flüge



Restaurantempfehlung in der Region

Jetzt schlägt's 13!
Küche 13


Die 13 assoziiert man  ja eher mit schlechten Dingen, wie Freitag dem 13. etwa. Für die Angst vor diesem Tag gibt es sogar einen Begriff:  Paraskavedekatriaphobia

In Flugzeugen gibt es keine Reihe 13, in vielen Hotels keinen 13. Stock, ebenso in Krankenhäusern.

Aber in Bremen im Viertel, da gibt's die Küche 13, und wenn ihr mich fragt, dann muss man da mal hin. Die Küche 13 heißt Küche 13 wegen ihrer Hausnummer, nicht, weil da regelmäßig die Teller runterfallen... Hier findet ihr ein kleines, gemütliches Restaurant mit einer innovativen und sehr leckeren Küche. Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Freundlichkeit des gesamten Personals. So wünsche ich es mir, wenn ich essen gehe, leider ist es viel zu selten so. Die Karte in der Küche 13 wechselt wöchentlich, sie ist klein, aber fein. Das sagt natürlich einiges über die Frische der Produkte aus, die hier verkocht werden.

Ich bin immer froh, wenn ich nicht die "Nummer 187" von der Karte bestellen muss... Das ist sowieso ein Thema für sich, 300 Gerichte auf der Speisekarte, oft macht die Nummerierung nicht mal Sinn, weil sie nicht fortlaufend ist, aber die Hälfte kommt in der Regel sowieso mit Metaxasoße auf den Tisch.

Aber ich schweife ab...

Wir waren zu sechst in der Küche 13 und da muss man schon frühzeitig reservieren, denn der Laden ist immer voll. Kein Wunder bei dem Essen und dem Service. Wir haben lediglich eine Vorspeise und einen Hauptgang genossen, es kam vorher ein sehr leckerer Gruß aus der Küche, Roulade von Lachs und Steinbutt. Danach waren wir pappsatt und an ein Dessert war nicht mehr zu denken.

Und dann kam mir bezüglich der 13 wieder dieser Spruch in den Sinn:

Ich wollte dieses Jahr 10kg abnehmen. Fehlen noch 13.

In diesem Sinne, lasst es euch schmecken!

Küche13



Küche 13
Beim Steinernen Kreuz 13
28203 Bremen
Tel.: 0421 - 20 82 47 21
www.kueche13.de


Gut, dass die Hälfte des Weges darin besteht,
nach Hause zu kommen

Ich möchte von einem nach Hausekommen berichten, welches für mich ein ganz besonderes war.

Nach einer mehrtägigen Flugzeugmusterschulung in Frankfurt saß ich letzte Woche im Flieger nach Bremen und dachte darüber nach, wie wohl der Abend verlaufen würde, denn wir hatten wieder mal Hochzeitstag, den 11. mittlerweile. Tatsächlich hatte ich keine Lust noch großartig im Topf zu rühren (ja, das passiert mir auch), denn ich war um 5 Uhr aufgestanden und hatte ein anstrengendes mehrtägiges Training hinter mich gebracht. Essen gehen? Nach einer gefühlten Woche unterwegs freute ich mich auf zu Hause, auf Timo und die Hunde.

Als ich die Tür öffnete, passierte folgendes: Timo stand in Krachledernen dort, komplett mit Karohemd und Haferlschuhen. Nun muss man wissen, dass ich, obwohl ich als Schleswig-Holsteiner Deern nicht nur ein ultimativer Muschelschubser, sondern auch ein glühender Fan von Trachten aller Art bin. So ein knackiger Kerl in einer Hirschlederhose ist dann doch deutlich attraktiver als ein Norddeutscher in Watthosen aus Gummi. Mein Herz schlägt auch ganz klar für Dirndl, weshalb ich damals zu unserer standesamtlichen Trauung konsequent eins getragen habe, auch wenn diese im hohen Norden stattfand.

Mein Göttergatte stand also so in der Tür, drückte mir ein Glas Schampus in die Hand mit den Worten: Prost! Setz Dich! Essen ist fertig!

Ich dachte, ich hätte mich verhört. Wer Timo kennt, weiss, dass er zwar ein leidenschaftlicher Weintrinker und unser Flying Table Sommelier ist, er kann auch hervorragend abwaschen, besonders dann, wenn Leute zugucken. Aber kochen?

Solange ich Timo kenne, und das sind jetzt 14 Jahre, habe ich ihn noch nie mit einem Kochlöffel in der Hand gesehen. Immer war ich davon ausgegangen, dass bei ihm sogar Wasser anbrennt.

Jetzt setzte ich mich an einen liebevoll gedeckten Tisch mit Blumendeko, Kerzengedöns und allem Pipapo... Nun ja, Sprachlosigkeit erlebt man bei mir wirklich selten. Es war aber zu allem Überfluss auch noch so, dass Timo mitnichten irgendein einfaches Gericht auf dem Herd zusammenschmurgelte. Nein, er hatte die Idee, unser Hochzeitsmenue nachzukochen. Auf sowas muss man auch erstmal kommen.

Kaum saß ich, schon wurde mir die Vorspeise serviert in Form von Mango-Chili-Spaghetti in Kokosvinaigrette mit gebratenen Scampi. Was soll ich sagen? Es war ein Gedicht. Und ich habe wirklich keine Ahnung, wie er das hinbekommen hat. Obwohl unser Keller übervoll ist mit verschiedenen Weinen, hatte Timo für diesen Abend extra eine besondere Flasche besorgt. Nach der Vorspeise, während der Spargel im Dampfgarer auf seinen perfekten Gargrad wartete (ich mag Spargel nur bissfest; nichts hasse ich mehr als wenn zu lange gekochter Spargel sich wie eine Nudel um meine Gabel ringelt), tänzelte Timo sichtlich nervös um den Herd herum, um den Filetsteaks vom Angus einzuheizen. Was ein richtiger Mann ist, der liebt ein anständiges offenes Feuer, so auch er. Also musste für das zarte Filet der Starkbrenner herhalten und meine zarten Einwände, das Gaskochfeld zu wechseln und die Hitze nach dem Anbraten etwas zu reduzieren, stießen ein wenig auf taube Ohren. Allerdings wollte ich mich in diesen hochinteressanten Prozess auch nicht wirklich einmischen. So kam es dann, dass das Filet zwar nicht mehr wirklich rosa, aber dennoch sehr saftig war. Was natürlich auch daran lag, dass wir unser Steaks vom Fleischer immer sehr hoch schneiden lassen, zwischen 8-10 cm sollten sie haben. Alles andere ist ein Schnitzel, finden wir. Gleichzeitig klöppelte Timo noch an der Soße rum und dann war es vollbracht. Das Filetsteak habe ich ja bereits beschrieben, und der Spargel war übrigens der beste, den ich dieses Jahr bis jetzt gegessen habe. Und bei Spargel bin ich wirklich schwer zufriedenzustellen.

Sichtlich ermattet, satt und zufrieden sank mein Gatte dann in seinen Stuhl zurück. Und ich? Ich hatte das lustigste, innovativste, phantasievollste Hochzeitstagsessen seit wir verheiratet sind. Ich denke in Zukunft können mir an dem Tag der Tage alle Trüffelbutzen gestohlen bleiben.

Reife Leistung, liebster Timo!
Koch Timo



Und neulich an Bord

Was unsere Gäste meinen, wenn sie sagen...

Karmenbert -
Camembert
Gnottschies
-
Gnocchi
Matscheroni
-
Maccheroni
Parfeit
-
Parfait
Tschianti
-
Chianti
Branntsch
-
Brunch
Expresso
-
Espresso
Rattertull
-
Ratatouille
Pizza Funki
-
Pizza Funghi
Beissertorte
-
Baisertorte
Schinscha Öl
-
Ginger Ale
Ri mei mörten
-
Rémy Martin
Pinott Krittscho
-
Pinot Grigio
Pegasusfilet
-
Pangasiusfilet
Smuhsie
-
Smoothie
Prosetscho
-
Prosecco
Kabernjong Sauwikn
-
Cabernet Sauvignon
Krossongs
-
Croissants
Vitelli Tomato
-
Vitelo Tonnato
Atsche Saft
-
ACE Saft



Turks & Caicos

Wenn ich Sie jetzt fragen würde, ob es einen Ort auf der Welt gibt, wo Sie immer schon mal hin wollten, so eine „Once-in-a-life-time-Reise“, was würde Ihnen da einfallen?

Strand Turks and Caicos

Timo hatte so einen Ort im Kopf, seit 10 Jahren schon. Damals hatte er eine Reisereportage auf Arte über Turks & Caicos gesehen und war davon sehr begeistert. Ganz besonders von Grace Bay Beach, was über Jahre hinweg immer wieder zum schönsten Strand der Welt gewählt wurde. Im Laufe der Jahre haben wir immer wieder nach schönen Hotels dort gesucht. Allerdings waren die, die uns wirklich gut gefielen, so teuer, dass wir den Gedanken daran mittlerweile aufgegeben hatten.

Wie es aber der Zufall so will, hatte ich im Februar 2014 auf meinem Flug von Philadelphia nach Frankfurt einen sehr netten Passagier an Bord, mit dem ich ins Gespräch kam. Auf seine Sonnenbräune angesprochen erzählte er, dass er gerade von Turks and Caicos käme. So hatten wir dann gleich ein Gesprächsthema und nachdem ich ihm den Flug, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln, etwas versüßt hatte, bot er mir tatsächlich seine Ferienwohnung auf T.C.I. an.

Normalerweise wird diese Wohnung nur von ihm selber genutzt und nicht vermietet. Es war also ein unglaubliches Glück, dass Gerhard, so heisst er, sie uns zur Verfügung gestellt hat.

Denn wir sind tatsächlich hingeflogen. Am 01.12.2014 war es so weit und es ging über Miami nach Providenciales, die Hauptinsel von T.C.I. Die Wohnung befindet sich in dem dortigen Yachtclub, wir hatten 100 tolle Quadratmeter mit Balkon und Blick über den Hafen und rückwärtig zum Strand. Ja, dem schönsten Strand der Welt eben. Um dorthin zu gelangen war es nur ein Fußweg von 5 Minuten. Der Sand dort ist unglaublich, reinster Puderzucker und wirklich türkisblaues Meer.

Balkon Turks and Caicos

Überall liegen angeschwemmte Conches herum, das sind riesige Muscheln, die übersetzt „Tritornshorn“ heissen. Diese Muscheln sind auch eine Spezialität auf den Inseln, sie werden z. B. zu Conch Fritters verarbeitet. Dafür werden die Conches fein gehackt, mit Ei, Jalapeño, Knoblauch, Möhren, Paprika, Koriander und Zwiebeln vermengt, zu Bällchen geformt und in heissem Fett ausgebacken. Sehr köstlich! Oder sie werden zu einer Conch Chowder gekocht, als Ceviche serviert etc. Conches werden auf T.C.I. in so gut wie jedem Restaurant zubereitet, in den Trüffelbutzen ebenso wie in den einfacheren Lokalen, wo die Einheimischen essen.

Eins davon hat uns besonders gut gefallen, das Bugaloos. Ein abgelegener Strand, eine Holzhütte, davor ein Bob Marley Verschnitt, der ziemlich coolen Reggae spielt, einen Rumpunsch in der Hand und eben einen Teller voll Conches vor der Nase… der Blick schweift über Palmen auf das fast schon kitschig blaue Meer, wird festgehalten von den Muschelfischern, die im seichten Wasser ihren Fang putzen, der Minuten später auf den Tellern liegt.


Bugaloo's Turks and Caicos Strand-Reni Turks and Caicos Conch Turks and Caicos

Da hat es sich gelohnt, die 8 km mit dem Fahrrad dorthin zu strampeln und auch wieder zurück. Und es geht durchaus auch mal ein paar Hügel hinauf und hinunter, bei 30 Grad Lufttemperatur ist das nicht ganz unanstrengend. Tatsächlich hatten wir für die gesamte Dauer des Urlaubs ein Fahrrad zur Verfügung, ein Auto braucht man eigentlich nicht, wenn man bedenkt, dass Provo ca. die Größe von Sylt hat.

Grace Bay Beach ist 12 km lang, wir haben jeden Zipfel davon mehrmals gesehen und keinen Meter ausgelassen. Die Hotels am Strand sind alle sehr stilvoll, genauso die Restaurants. Besonders gut gefallen haben uns das Regent Palms (www.regentpalmstci.com), das Somerset (www.thesomerset.com) mit seinem traumhaften Beach Barbecue und das Blue Haven Resort.

Blue Haven Turks and Caicos Blue Haven Turks and Caicos

Es hat genau einen Tag gedauert bis wir eine Stammkneipe hatten – das Somewhere. Direkt am Strand. Toller Rumpunsch mit einheimischen Bambarra-Rum. Klasse Bands und Djs. Traumhafter Sternenhimmel. Somewhere over the rainbow   -   Somewhere eben.

Somewhere Turks and Caicos

Eigentlich weiss man auf Provo nie, wo man eigentlich hingucken soll. Denn wohin man auch sieht, es ist Schönheit überall. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Strände im Dezember wirklich menschenleer waren. Obwohl hier ganzjährig schönes Wetter ist, war es wohl keine Saison.

Unser lustigstes Erlebnis? An einem Abend saßen wir in der Bar eines Restaurants um auf unseren Tisch zu warten. Plötzlich stand ein Mann vor uns mit den Worten:  "I just took some take-away, because there's no flying table on the whole island!" Timos und mein Gesichtsausdruck waren schwer zu beschreiben. Letztendlich stellte sich heraus, dass Gerhard, unser Vermieter, bei seinem letzten Aufenthalt von uns und unserer Website erzählt hatte. Und sein Freund Woody hat uns erkannt, weil er sich die Seite angesehen hatte... Sehr aufmerksamer Mensch, finde ich. Naja, eigentlich hat er nur mich wiedererkannt. Er sagte zu Timo: “Sorry dude, I just remember your wife…" ;-)

Letztendlich hatten wir einen der entspanntesten Urlaube überhaupt und gleichzeitig war es auch der Schönste. Wir haben fast drei Wochen lang kein deutsches Wort gehört und können nur sagen: Leute, da habt Ihr echt was verpasst!

Wie schön, dass Timo damals die Reisereportage gesehen hat (Anmerkung der Redaktion: ... und Du mir ausnahmsweise mal zugehört hast als ich davon erzählt habe) und noch besser, dass Gerhard bei mir an Bord war, dem ich an dieser Stelle nochmal von ganzem Herzen danken möchte für eine unvergessliche Zeit auf Provo.

Und wie immer werde ich meine kulinarischen Eindrücke diesen Sommer in eine meiner Menüfolgen einfliessen lassen.
Und vorher gibt´s nen Rumpunsch!



Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird...

Das letzte Jahr war ziemlich arbeitslastig, aber ab und zu genieße ich auch mal meine Freizeit.  Eins der Highlights 2013 war auf jeden Fall mein Kochkurs bei Johann Lafer, den mir Timo vermittelt hatte. Das war mal ein ganz besonderes Geschenk.
 
Johann Lafer

Im Juni hatte ich das Glück, am Sommerkochkurs bei Lafer teilnehmen zu können.  Dort einen Platz zu ergattern, ist fast unmöglich, da die Plätze in erster Linie den Mitgliedern von Johann Lafers Kochclub Table d'Or  vorbehalten sind. Nur die Restplätze werden anderen  Bewerbern angeboten, wovon es mehrere Tausend im Jahr gibt. Bei nur 16 Kursen im Jahr ist die Chance einen Platz zu ergattern überschaubar.

Also fuhren wir im Juni nach Guldental, wo sich die modernste Kochschule der Welt befindet. Obwohl ich schon viele Kochkurse überall auf der Welt gemacht habe, war ich entsprechend aufgeregt, insbesondere weil Lafer kochtechnisch mein absolutes Idol ist. Morgens um 9 Uhr fanden sich die Teilnehmer dann in der Kochschule ein. Wir alle nahmen an einem großen Tisch Platz und Johann Lafer kam dazu. Die erste Stunde diente dem gemeinsamen Kennenlernen und Lafer erzählte einige witzige Anekdoten aus seinem Leben als Sternekoch.

Nach einem Glas Champagner ging es an die Töpfe, außer Lafer waren noch zwei weitere Köche vertreten, so war es möglich, daß sich immer 3-4 Teilnehmer für einen Gang zusammenfanden und wir uns von den drei Meistern wunderbare Tricks abschauen konnten.  Da wir schönstes Wetter hatten, wurde einiges auf den Grills unter freiem Himmel zubereitet, unter anderem ein köstliches Kalbskotelett, gefüllt mit einer Farce aus Riesengarnelen, welche asiatisch gewürzt war. Die Soße dazu schmurgelte etwa 4 Stunden auf dem Herd. Dazu gab es ein Gemüse aus frischen Artischocken und Kräuterseitlingen.  Die ausgelösten Artischockenböden werden ja normalerweise in Zitronenwasser gelegt, damit sie nicht braun werden;  hier jedoch bekamen wir den Tipp, das Wasser einfach mit etwas Vitamin C Pulver zu versetzen. So bleiben die Böden richtig schön hell bis zur Weiterverwendung.

Kennen Sie auch die ewige Auseinandersetzung um das Thema Gas- oder Holzkohlegrill? Es heisst ja immer, man würde den Unterschied nicht schmecken... angeblich gibt es ja dieses "rauchige" Aroma gar nicht.  An diesem Tag haben wir den ultimativen Test gemacht, ein Kalbskotelett wurde von Lafer auf dem Gasgrill gegart, ein weiteres auf dem Kohlegrill.  Danach haben wir blind verkostet und sollten darüber abstimmen, welches Fleisch von welchem Grill kam. Das Ergebnis war eindeutig. Von 12 Kochkursteilnehmern hatten 10 richtig getippt, welches Fleisch vom Holzkohlegrill kam.  Für mich die Entscheidung, sich auch weiterhin die Mühe zu machen, den Kohlegrill anzuheizen und nicht nur auf einen Knopf zu drücken.

Sehr lecker auch die Carabinieri  vom Grill, eine seltene und kostspielige Riesengarnelenart, die ein knallrotes Fleisch besitzt. Diese fanden Ihre Weiterverwendung dann als Suppeneinlage, zusammen mit Teilen von gegrilltem Stubenküken, welche unter der Haut mit Sommertrüffeln gefüllt waren.

Carabinieri Lafer

Nach der Zubereitung jedes Ganges nahmen wir gemeinsam am Tisch Platz und genossen zusammen mit den begleitenden Weinen die Früchte unserer Arbeit.  Dann ging es eine Treppe nach oben, wo man im Paradies war. Hier konnte man sich eindecken mit Kochbüchern, handgemachten Pralinen, Gewürzen, Kochutensilien etc.

Danach bekamen wir noch ein Autogramm auf unsere Schürzen, bevor der große Meister sich in eine Telefonkonferenz verabschiedete.

Alles in allem war es ein wunderschöner Tag, an dem man viel lernen konnte. Zu guter Letzt bin ich auch in den Table d'Or Club eingetreten und habe jetzt mehrmals im Jahr die Möglichkeit, weitere Kochkurse zu belegen und an Genussreisen und Galaabenden mit Lafer teilzunehmen. Kochtechnisch gesehen ist das eine echte Horizonterweiterung für mich, die ich regelmässig nutzen möchte. Angedacht ist im September eine 3-tägige Reise in die Steiermark.

Lafer fragte mich dann noch, wann er denn mal beim Flying Table dabei sein könnte. Ich sagte ihm, daß meine Warteliste ziemlich lang sei, was für Erheiterung sorgte.  Aber man weiß ja nie, wer in Zukunft an unserem Tisch sitzen wird, es ist auch für uns immer eine Überraschung...



As time goes by...

Mittlerweile fliege ich fast 24 Jahre für Lufthansa. Das hat zur Folge, dass ich an Bord jetzt öfter mal die dienstälteste Kollegin bin.  Neulich fragte mich ein sehr junger Kollege auf unserem gemeinsamen Flug, ob das Crewleben und die Fliegerei sich in all den Jahren eigentlich sehr verändert hätten. Das hat es in der Tat, ich dachte an früher und kam ins Erzählen.  Jetzt ist es also schon so weit, dass auch ich von der "guten, alten Zeit" erzählen kann.  Nun denn, ich will Ihnen die alten Geschichten nicht vorenthalten.

Zu den sehr besonderen Flügen gehörte damals ein fast einwöchiger Stop in Novosibirsk, im tiefsten Sibirien.  Das hört sich ja erstmal nicht besonders verlockend an und unser Hotel in der Stadt war es auch nicht. Aber es gab zum Glück Sergej. Sergej, der mitten in der sibirischen Pampa eine Art Pension mit all inclusive Service für uns Airlinecrews unterhielt. Wahrscheinlich macht er das immer noch, aber Lufthansa fliegt seit Jahren nicht mehr nach Novosibirsk und so können wir die abenteuerlichen Ausflüge mit Sergej leider nicht mehr machen.

Am Tag nach der Ankunft wurden wir von einem russischen Reisebus im Hotel abgeholt und durch endlose Birkenwälder ans gefühlte Ende der Welt gefahren, in ein kleines Dorf, wo Sergej das größte Holzhaus besaß, anfänglich noch mit nur ein paar Gästezimmern. Diese waren damals ausgestattet mit ein oder zwei Holzpritschen, kratzigen Wolldecken und einem sehr kleinen Waschbecken. Duschen gab es nicht. Um seiner Körperhygiene halbwegs nachkommen zu können, ging man abends in Sergejs winzige Sauna, wo mit Ach und Krach vier Personen reinpassten.  Nun war es der Fall, wenn man im Winter da war, dass gerne mal eine Außentemperatur von bis zu minus 45 Grad Celsius herrschte.  Wenn man also zum Abkühlen aus der Sauna kam, sich mit einer Kelle Wasser aus der Regentonne erfrischt hatte und sich kurz nach draußen stellte, um den endlosen Sternenhimmel zu bewundern, fror man in der Regel sofort am Untergrund fest und hatte Eisschollen an den Füßen. Aber ich habe nie wieder in meinem Leben einen so wunderschönen Sternenhimmel gesehen wie damals in Novosibirsk.  Es gab ja kilometerweit keine Lichtquellen, die das Auge hätten blenden können.

Meist blieben wir vier Tage bei Sergej. Wenn ich mich richtig erinnere, kostete eine Übernachtung inklusive der Verpflegung und des, ja, man muss sagen, Entertainment Programms damals etwa 30 DM. Und das Programm konnte sich sehen lassen!

Sergej hatte für den Winter damals 6 Snowmobile, die wir nutzen konnten. Mit denen konnten wir durch die Wälder rasen.  Es gab ja kaum Straßen und keinen Verkehr. Alternativ hatte man die Möglichkeit, Pferdeschlitten zu fahren. Ein Schlitten war das aber nicht wirklich, was da an die Pferde hinten dran montiert wurde. Vielmehr eine Art Pritsche, die bis obenhin gefüllt war mit frischem Heu, in das wir uns werfen konnten. Eingemummelt in Decken ging es dann endlos durch die Natur. Nachmittags fuhren wir meistens in den Wald. Da hatte unser Gastgeber dann Zielscheiben an den Bäumen befestigt und wir haben mit Gewehren Schießübungen gemacht. Stets gab es dann ein großes Lagerfeuer, es wurde Wodka getrunken und Elchsalami gegessen.

Gegen die Kälte kam auch das beste Schuhwerk nicht an, aber Sergej hatte vorgesorgt. Für jeden von uns hatte er ein Paar Filzpampuschen, die man ohne Schuhe an den nackten Füßen trug. Kaum zu glauben, aber die Dinger waren superwarm! Sehr sexy sah man damit allerdings nicht aus...

Einen Tag ging es auch immer an den Ob zum Eisangeln.  Es war schon ein größerer Akt, ein Loch in die meterdicke Eisschicht des Flusses zu bekommen, aber das Angeln ging dann sehr schnell. Sergej nahm die Fische immer sofort aus, so dass seine Frau Maria sie abends gleich für uns zubereiten konnte. Einmal filetierte er einen der Fische gleich und gab uns roh davon zu essen. Allerdings muss ich zugeben, auf diesen Genuss verzichtet zu haben, aber unsere Sushiliebhaber waren absolut begeistert. Überhaupt, Maria und ihre wunderbare Hausmannskost! Meist war das Essen wegen der Kälte recht fettig, aber trotzdem sehr gut.  Elch stand sehr oft auf der Speisekarte, als Frikadellen, Wurst oder Ragout.  Frisches Gemüse bekam man im Winter dort nicht.  So gab es immer eine Menge an eingelegten Salaten, viel Rote Beete und Wurzelgemüse. Es gab Piroggen (russische Teigtaschen), Blini (eine Art Pfannkuchen) und Borschtsch, die klassische Rote Beete Suppe mit saurer Sahne. Dazu gab es Wodka, oder auch Kwas, einen russischen Trunk aus Brot und Früchten. Wir saßen an einem langen Holztisch, meist noch mit einer anderen Crew zusammen, oft war es die Condor. Und es wurden immer lange Abende, an denen Sergej dann oft irgendwann seine Balalaika hervorholte und herzzerreissende russische Weisen spielte.

Im Sommer gab es ein anderes Programm. Jetzt war es sehr warm und man konnte am Fluß picknicken.

Ich weiß noch, dass mitten auf einer winzigen Insel im Ob ein uraltes Ehepaar wohnte, welches zu Fuß nur zu erreichen war, indem man mehrere Hundert Meter auf in den Fluß getriebenen Holzpflöcken zurücklegte. Man musste sich wirklich von einem zum anderen hangeln und sehr aufpassen, nicht ins Wassser zu fallen. Das Ehepaar hatte allerdings ein Boot.  Sie lebten in einer sehr kleinen Holzhütte, und der Haupteinrichtungsgegenstand bestand aus einem riesigen steinernen Ofen. Auf dem lagen im Winter Teppiche und der Ofen stellte gleichzeitig das Bett der Beiden dar. Obwohl diese Menschen sehr arm waren, war ihre Gastfreundschaft legendär. Immer gab es Tee und auch irgendetwas zu essen für uns. Im Gegenzug brachten wir Leckereien und Gebrauchsgegenstände aus Deutschland mit. Später haben wir Lufthanseaten dann Geld gesammelt und dem Ehepaar eine Kuh gekauft. Ich glaube, sie hieß Rosie.

Sergej hatte auch einen Segelflugschein und ging für wenig Geld mit uns fliegen. Das ging alles sehr unbürokratisch vor sich. Diese Landschaft von oben in dieser unglaublichen Stille war ein Traum.

Man konnte sich aber auch eins von Sergejs Pferden schnappen und endlose Ausritte machen durch die Birkenwälder.

Tatsächlich waren die Ausflüge zu Sergej Romantik pur, man hatte das Gefühl geerdet zu werden. Schade nur, dass ich nie mit dem besten Ehemann von allen da war... Tatsächlich hat er Novosibirsk nie gesehen.

Aber noch heute gibt es eine Gruppe von Lufthanseaten, die Sergej und Maria regelmässig besuchen. Sie fliegen nur nicht mehr mit Lufthansa dorthin, sondern fahren mit der Transsibirischen Eisenbahn.  Irgendwann vor Jahren habe ich in der Geo Saison auch mal einen Artikel über Sergej gefunden. Sein mittlerweile viel größeres Haus ist heute für jedermann buchbar. Natürlich ist dieser Abenteuerurlaub inzwischen um ein Vielfaches im Preis gestiegen.

Für mich waren die Besuche bei Sergej ein deutliches Highlight in den Zeiten meiner Fliegerei.

Ich werde sie nie vergessen.

Proshchay, Sergej!

Novosibirsk Novosibirsk Novosibirsk



Und neulich an Bord

- Für Sie Poularde oder Pasta?
- Die Roulade...
- Verzeihen Sie, die Roulade ist Poularde, Geflügel...
- Na, dann nehm ich Kassler...




Hamburg, meine Perle

Wir haben kürzlich ein wunderbares Wochenende in Hamburg verbracht, welches ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Zugegebenermaßen bleibt uns momentan nicht viel Freizeit und gerade deshalb ist es so schön, wenn man sich dann einmal richtig verwöhnen lässt. Also haben wir für drei Nächte im Louis C. Jacob eingecheckt, dessen wunderbare Lage an der Elbe schon ausreicht, um Ruhe in einen hektischen Alltag einkehren zu lassen. Unsere Seele baumelte bereits beim ersten Prosecco auf der legendären Lindenterasse, erwärmt von den Sonnenstrahlen des Spätherbstes, untermalt vom sanften Wellenschlag des Elbufers. Ab und zu fuhr mal ein großes Schiff vorbei und ließ träge sein Nebelhorn erklingen. Abends kehrten wir dann ein ins Kleine Jacob, die Weinstube des Hotels. Hier findet man ein wunderbares, gemütliches Ambiente vor und man kann bei kleinen, rustikalen Speisen und hervorragenden Weinen einen amüsanten und kommunikativen Abend verbringen.

L.C.Jacob

Angeschaut haben wir uns diesmal die Hafencity inklusive Elbphilharmonie, haben ein paar Stunden im 'Dialog im Dunkeln' verbracht, an der Alster an einem Bootsanlegesteg gesessen und um uns herum das Treiben beobachtet. Abends dann haben wir mit einer größeren Gruppe der Kaminstube in Stocks Fischrestaurant einen Besuch abgestattet (
www.Stocks.de). Man kommt sich vor wie in einer Hütte beim Apres Ski in Österreich, ist umgeben von Lammfellen und Geweihen und sehr rustikaler Einrichtung. Eine Wand ist sogar mit Kuhfellen "tapeziert". Wir saßen sehr gemütlich mit Blick auf die lodernden Flammen des großen Kamins. Das Essen ist eine Crossover-Küche aus österreichischen Spezialitäten und... Sushi, um dem eigentlichen Fischtempel Stock's Tribut zu zollen. Alles, was wir bestellt haben, war hervorragend. Natürlich auch mein Wiener Schnitzel, eines meiner Lieblingsgerichte, welches über den Tellerrand lappte, wie es sich gehört. Der Kellner war auch ganz wunderbar, man fühlte sich wie zu Hause, er duzte uns alle sogleich, wie wir es beim Flying Table auch gern machen. Kurzum, es war ein genussreiches Wochenende in Hamburg, welches durch ein traumhaftes Frühstück jeden Morgen in Jacobs Restaurant gekrönt wurde. Vielleicht war es das beste Frühstück, das wir je hatten. Leider musste Timo am letzten Morgen schon um 5 Uhr aufstehen, um in Hamburg seinen Flieger zu übernehmen und seinen Dienst zu beginnen. Auf diese Art kam meine Schwester auch einmal in den Genuss des schönen Frühstücks. Und Timo musste an Bord mit einem trockenen Brötchen vorlieb nehmen.

Hummel Hummel, Mors Mors!



...visit Africa twice... oder öfter

Der letzte Urlaub liegt schon wieder ein paar Wochen zurück, und wen wundert's, es ist Südafrika geworden, wieder einmal. Allerdings werden wir auch nicht müde, dieses wunderbare Land zu erkunden.

Begonnen hat unsere Reise diesmal im Krüger National Park, im Hamiltons Tented Camp. Das Camp ist eine Lodge, welche aus nur sechs, allerdings sehr luxuriösen, Zelten besteht. Alle Tiere haben die Möglichkeit in das Camp hineinzulaufen, es gibt keine Zäune oder Absperrungen. Deshalb bewegen sich die Gäste im Hamiltons ausschließlich über Holzstege, die etwas erhöht liegen. Was von Vorteil ist, wenn sich mal wieder ein großer Elenfantenbulle den Pool aussucht, um daraus zu trinken. So passiert an einem dieser wunderschönen Abende unter dem endlosen Sternenhimmel von Afrika, während wir noch beim Dessert saßen. Der Respekt vor diesen gewaltigen Tieren erhöht sich deutlich, wenn man direkt davor steht. Der Elefant riss ganz ruhig sämtliche Bepflanzung um das Zeltcamp heraus und tat sich daran gütlich, nur um danach mit dem Poolwasser herumzuspritzen und einen ordentlichen Schluck zu nehmen.
Das Hamiltons ist ohne Frage eine unserer Lieblingslodges in Südafrika.  Wir haben sie bereits zwei Mal besucht. Was allerdings keinesfalls am Essen liegt, wie man bei unseren Vorlieben ja glauben könnte. Nach dem Wecken morgens um halb fünf wird man auf der großen Holzterasse, welche auch den Speiseraum beherbegt, zu einem Morgenkaffee mit afrikanischen Rusks begrüsst. Rusks sind eine Art harter Zwieback und typisch für ein südafrikanisches Frühstück.  Danach geht es erstmal für vier Stunden auf einen Gamedrive in den Busch.

Loewe Leopard Nashorn Bueffel Elefant

Gesehen haben wir dieses Jahr sehr viel, die Big Five hatten wir nach zwei Tagen alle erblickt. Ein Highlight war ein großer Leopard, welcher an der Straße entlanglief, um dann zu beschließen, dass der Platz unter unserem offenen Jeep einen hervorragenden Schlafplatz abgibt. Er kroch also darunter, nicht ohne mir vorher nochmal kalt in die Augen zu sehen, und ward nicht mehr gesehen. Zumindest von uns, rundherum standen genügend Autos, die diesen seltenen Anblick mit ihren Kameras festhielten. Wir hingegen durften weder reden noch uns bewegen, was mit der Zeit etwas anstrengend wurde. Es war aber ein großartiges und berührendes Erlebnis.

Zurück im Camp erwartete uns ein typisch englisches Frühstück. Nach dem Tee am Nachmittag ging es erneut auf einen Gamedrive, diesmal in der Dämmerung. Es ist faszinierend, was unser Ranger im Stockdunkeln nur mit Hilfe einer Lampe alles entdeckte, in den Bäumen hängende Chamäleons, aufblitzende Augen überall und besonders spektakulär, einen Wildhund, der einen Honeybadger verfolgte.
Gegen 20 Uhr kehrten wir allabendlich zurück ins Camp, wo wir am Eingang nur beleuchtet von schimmerndem Kerzenschein mit einem Sherry vom Personal begrüßt wurden. Im Moment arbeiten in Hamiltons ausschliesslich Männer, die dann einen großartigen Stammestanz für uns hinlegten, begleitet vom dunkel-rythmischen Gesang ihrer schwarzafrikanischen Kehlen.
Nach einem dreigängigen Abendessen, welches in Ordnung, aber keine kulinarische Offenbarung ist, fielen wir total erschöpft in unserem Zelt ins Himmelbett, begleitet von den Geräuschen der Nacht des afrikanischen Buschs.

Nach vier traumhaften Tagen im Krügerpark setzten wir unsere Reise fort, die uns danach an die Panoramaroute führte, welche so im Nebel lag, dass wir den Blyde River Canyon leider nicht besuchen konnten.

Also flogen wir von Johannesburg nach Kapstadt und kehrten zurück ins Highlands Country House, welches ich hier im Tagebuch bereits einmal beschrieben und empfohlen habe.

Das beste Dinner hatten wir dieses Jahr im Twelve Apostles Hotel im Azure Restaurant. Vorher hatten wir einen Drink auf der Terasse der Leopard Bar, der Blick auf die untergehende Sonne über dem Atlantik ist einfach atemberaubend und sensationell romantisch. Das Dinner im Azure ist etwas ganz Besonderes und wird mit allerlei Gimmicks serviert, Trockeneisnebel inklusive.
Ich hatte als Hauptgang das Cape Malay Curry mit verschiedenen Sambals und habe meine Version davon sogleich im Juli Menue 2013 auf die Flying Table Karte gesetzt. Timo war hingerissen von seinem Filet vom Springbock.
Alles in allem eine Location, wie man sie nur selten findet.  Falls Sie einmal dort essen möchten, buchen Sie einige Tage vorher, damit Sie auch einen Platz bekommen. www.12apostleshotel.com

Nach einigen aufregenden Tagen in Kapstadt sind wir zum Chillen wieder mal in Franschhoek gelandet, unserem Lieblingsplatz am Kap. Hier möchte ich im Sammelsurium der wirklich großartigen Restaurants besonders das Le Bon Vivant empfehlen. Es ist seit Jahren unser Hotspot für wunderbare, einfallsreiche und innovative Küche. Pierre, der Chef und Koch dort, zaubert traumhafte Kreationen auf die Teller seiner Gäste und niemand ist sich zu schade dafür, seine Kamera zu zücken und die Kunst auf dem Teller abzulichten. Von hier nehme ich stets einige Anregungen mit nach Hause und versuche sie in meiner Küche umzusetzen.  www.lebonvivant.co.za




Glücklich in Glücksburg

Was haben Sie eigentlich an Ihrem Hochzeitstag vor?

Es wäre natürlich eine grandiose Idee, den Flying Table zu buchen.  Leider ist das meinem Göttergatten und mir nicht vergönnt, denn wer sollte uns verwöhnen, wenn mit uns das gesamte Personal am Tisch sitzt, in diesem Fall, wir selber?
Nun wollte ich mir dieses Jahr auch etwas Nettes einfallen lassen, um dem besten Ehemann von Allen (Sie verzeihen mir bitte die kleine Kishon-Anleihe) mal dafür zu danken, dass er mir mit meinem kleinen Küchenrestaurant mit so viel Begeisterung zur Seite steht.
Eine Ausfahrt mit der Harley und dazugehöriger Klappstulle wäre sicher das Optimum gewesen, die Nase im Wind, der Sound des Motorrads und auf den Lippen ein leises "shut up and ride".

Da unser Hochzeitstag jedoch auf den 7. Mai fällt und dieser in den letzten Jahren mit arktischen Temperaturen einherging, sind wir diesmal mit dem Auto zu einem verlängerten Wochenende in meine Heimat nach Schleswig-Holstein aufgebrochen.  In der Tiefe meines Herzens bin ich nämlich immer noch ein Ostseekind, da mag Wildeshausen sein, wie es will.  Die Rapsfelder im Frühling, die Schreie der Möwen, das Glitzern der Ostsee...  
Hier gibt es viele Lieblingsplätze für mich, der Wanderweg an der Schlei entlang, beginnend bei Gut Stubbe, welches viele Kindheitserinnerungen in sich trägt, weil eine gute Schulfreundin dort lebte und immer noch lebt.  Hier zieht man auch nicht weg;  für mich ist es einer der schönsten Plätze der Welt.
Oder aber die Geltinger Birk, ein 773 ha und damit das grösste Naturschutzgebiet in Schleswig-Holstein, wo man in trauter Eintracht Galloways, französische Wildpferde (Koniks), Schwäne und eine große Vogelvielfalt miteinander ihre Bahnen ziehen sieht, ganz ohne Zäune und Einfriedungen zwischen den Weiden.  Unser Häuschen (die alte Försterei) stand diesmal mitten in der Birk, 100 Meter vom Wasser entfernt, der Blick verliert sich in saftig grünen Wiesen und blühenden Büschen, das Meer ist hier ganz ruhig, nur leise plätschert es vor sich hin, und abends wird man unterhalten vom Nachtkonzert der hier angesiedelten Rotbauchunken.

Für den Hochzeitstag nun wollte ich mit dem besten Ehemann von allen nach den Sternen greifen, welche mir in Form von zwei Michelin Sternen von Dirk Luther im Alten Meierhof in Glücksburg gerade recht kamen.
Vorsorglich hatte ich mir einen Gutschein nach Hause schicken lassen.  Diesen hatte ich bereits Monate vorher bestellt und war der irrigen Meinung, gleichzeitig einen Tisch reserviert zu haben für den Tag der Tage.  Wie sich herausstellen sollte, war ich, was das anging, gewaltig auf dem Holzweg.  Am Morgen unseres Hochzeitstages rief ich noch einmal in der Meierei an (so heißt die Trüffelbutze), um die Uhrzeit für unser Romantik Menü in Erfahrung zu bringen, da diese mir entfallen war.  Das mochte eventuell daran liegen, dass mir nie eine Uhrzeit mitgeteilt wurde, denn die überaus freundliche Restaurantleiterin machte mich darauf aufmerksam, dass an diesem Tage Ruhetag sei und das Sternerestaurant geschlossen habe.  Der Schreck saß tief, wenn auch in erster Linie bei mir. Tatsächlich hatte ich den Eindruck, dass Timo über den Umstand, an diesem Abend kein Designeressen auf dem Teller zu haben, nicht wirklich unglücklich war. Gib meinem Mann ein riesiges Steak ohne Kinkerlitzchen, bewaffne ihn mit einem scharfen, großen Messer und er ist glücklich...
Uns wurde dann angeboten, in der Brasserie, dem hoteleigenen Restaurant zu essen, welches ebenfalls hochgelobt wird.  Wir stimmten erleichtert zu, denn der Gutschein war nun mal vorhanden und den Alten Meierhof mit seinem legendären Spa wollten wir schon immer mal kennenlernen.
Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Der Abend war grandios und an Romantik kaum zu übertreffen. Das Restaurantpersonal an diesem Abend hatte bereits von unserem Missgeschick gehört und uns deshalb die Pforten zum Allerheiligsten geöffnet, dem Gourmetrestaurant mit nur 8 Tischen.  Unser Tisch (Tisch 14, den sollten Sie sich merken), stand direkt am Fenster und die einzige Not, die ich an diesem Abend hatte, war meine Unfähigkeit zu entscheiden, ob ich lieber in die Augen von Timo oder auf die Flensburger Förde blicken sollte, mit weißen Segelbooten im Vorder- und dem Sonnenuntergang im Hintergrund.  Unser Tisch war sehr liebevoll dekoriert mit einer Menge Rosenblättern, ein Brief lag bereit, der uns willkommen hieß, und man hatte sich die Mühe gemacht, ein 4-Gang Menü eigens für uns zusammenzustellen.  Unser Kellner entschuldigte sich mit einem Glas Champagner für das entstandene Terminproblem, für das ich sicherlich selber die Schuld trage. Und dann ging's los. Hier das Menü unseres Hochzeitstages:

Terrine von der Bio-Gänseleber mit Apfelpüree und hausgemachtem Brioche
Sautierte Gambas in Lavendelbutter gebraten mit Orangen-Couscous
Kalbsrückensteak unter der Zwiebel-Senfkruste mit jungem Lauch und Pastinakenpüree
Erdnussbrownie mit Schokoladenkaramelleis und Whiskeybrombeeren

Es war ein wirklich wunderschöner Abend und wir haben beschlossen, nächstes Jahr zu unserem Hochzeitstag zurückzukehren, um dann auch vorher das Spa zu erkunden.  Danach werde ich den Abend dann ausklingen lassen in einem der traumhaften Hotelzimmer mit Blick aufs Wasser - oder auf den besten Ehemann von allen.

Everything is possible...

Alter Meierhof Flensburger Förde

Die Adressen für ein Romantikwochenende:
www.Schloss-Gelting.de
     (wunderschöne Ferienhäuser in der Geltinger Birk)
www.alter-meierhof.de       (Meierei Dirk Luther unter Kulinarik)



Namaste!

Im Januar hat mich einer meiner Flüge nach Südindien geführt, genauer gesagt nach Chennai, das ehemalige Madras.  Für solche Trips liebe ich meinen Job, denn wenn man im Januar dort bei 28 Grad am Pool sitzt, danach stundenlang in einem Beautytempel verschwindet und sich zu guter Letzt an der fantastischen indischen Küche gütlich tut, kann es einem eigentlich kaum besser gehen.

Schon immer bin ich ein großer Fan der asiatischen, aber insbesondere der indischen Küche gewesen.  Es fasziniert mich, dass Inderinnen für ein Gericht manchmal tagelang in der Küche stehen.  Wenn man aber die Vielfalt an Aromen und Gewürzen berücksichtigt, ist der Zeitaufwand nicht weiter verwunderlich. Und obwohl ein gutes Glas Wein sonst für mich auf jeden Fall zu einem leckeren Essen dazugehört, vermisse ich ihn in Indien nicht.  Hier stelle ich mich sofort um auf Mango-Lassi, ein erfrischendes Joghurtgetränk, oder auch Lime-Soda.

Ganz wunderbar finde ich Huhn aus dem Tandoor mit einer süß-würzigen Tamarindensoße.  Oder auch Paneer Tikka Masala, indischer Cottage Cheese gegrillt mit einem scharfen Dip.  Hier vermisse ich auch kein Rind- oder Kalbfleisch, denn die Inder sind für mich echte Helden am Herd und selbst ein Mutton Curry - was ja Hammelfleisch ist - ist mit diesem Gewürzeboost wirklich lecker.  Unser Tisch hat sich gebogen unter all den Köstlichkeiten, es wurde wild durcheinander bestellt, was die Karte hergab und jeder nahm sich, was er wollte.  Die Reste (die meist beträchtlich sind aufgrund der Mengen, die man bestellt) lässt man sich dann einpacken, weil man auf dem Weg ins Hotel regelmässig von Strassenkindern angesprochen wird, die sich über eine warme Mahlzeit freuen.  Wir haben aus diesem Grund auch noch ein paar Gerichte extra einpacken lassen.

Ein mulmiges Gefühl bleibt, wenn man diese unglaubliche Armut um sich herum sieht.  Aber unser Beruf bringt auch mit sich, direkt vor Ort helfen zu können.  Sehr viele meiner Kollegen sind sozial engagiert und haben verschiedene Hilfsprojekte ins Leben gerufen.  Am bekanntesten ist da wohl die Help Alliance, von Kollegen gegründet und von Lufthansa unterstützt.  Und jeder Passagier hat auf jedem Flug die Möglichkeit, sein Kleingeld an dieses Projekt zu spenden.  Auch nehmen wir gern Kinderkleidung und Spielzeug mit in diese Länder.  Wenn man sich mal bei uns Weihnachten diese Konsumschlacht klarmacht, wo jedes Kind ein I-phone oder Ähnliches braucht und dann im Vergleich in einem Dritte Welt Land die Kinderaugen sieht, wenn man beispielsweise eine Tüte Bonbons verschenkt, kommt man wirklich ins Grübeln.

Bleibt noch zu erzählen von der Kollegin, die sich in Südafrika diverse Kuhfelle gekauft hatte und diese nach Madras schleppte, um sich Kissen daraus nähen zu lassen.  Das kam im Land der heiligen Kühe eher nicht so gut an.  Die Felle hat der Zoll dann einkassiert.

Ende Januar geht's wieder weiter mit dem nächsten Flying Table.  Nach einer dreiwöchigen Kochpause kann ich es auch kaum erwarten, wieder den Kochlöffel zu schwingen.

Ich wünsche Ihnen ein genussreiches Jahr 2012!



Danke!

Heute möchte ich mal etwas über die letzten Monate schreiben. Monate, die mein Leben und meine Freizeit ganz schön durcheinandergewirbelt haben.  

Im Juli konnte der Flying Table das erste Mal abheben, und seitdem haben wir hier in der Dr.-Klingenberg-Straße so viele lustige, spannende und wunderschöne Abende verlebt, dass ich sie kaum noch zählen kann.

Beginnen wollte ich im Sommer mit einem oder zwei Tischen im Monat, ich hatte darauf gehofft, diese voll zu kriegen und irgendwie am Ball bleiben zu können. Dann kam mir ein anderer Sommer dazwischen, nämlich Herr Sommer von der Kreiszeitung in Syke. Der nämlich verbrachte einen Abend am Flying Table, verbunden mit einer Weinprobe. Und nachdem bereits die Wildeshauser Zeitung und die Nordwest Zeitung sehr nett über mich berichtet hatten, verschaffte Herr Sommer sich einen eigenen Eindruck. Und schrieb eine wunderbare Reportage, wie ich sie mir besser nicht vorstellen konnte. Ab da stand das Telefon nicht mehr still und aus meinen zwei Tischen im Monat wurde plötzlich ein wochenendfüllendes Programm.

Was wirklich großartig ist, inzwischen greift die Mundpropaganda und ich freue mich mehr denn je über jeden Gast, der neugierig auf mein Konzept ist.

Jeder Abend am Flying Table verläuft ganz anders. Es ist ein Unterschied, ob eine Gruppe von Freunden den Tisch ganz bucht, oder vielleicht eine Familie. Ob ein einzelner Herr den Tisch exklusiv beansprucht, um seiner seit langem angetrauten Ehefrau einen romantischen Abend zu bereiten (ich glaube, das ist ihm seeehr gut gelungen!), ob ein Jagdessen stattfindet, welches von meinem Menüplan abweicht und ich plötzlich vor dem Problem stehe, einen ganzen Wildschweinrücken auslösen zu müssen (an dieser Stelle DANKE, Andreas, für Deine tatkräftige Unterstützung), oder ein "offener" Tisch gebucht wird von einzelnen Paaren, die sich hier kennengelernt haben und als Freunde gingen. Dieser Abend hat mir besonders viel Spaß gemacht, weil ich gar nicht erwartet hätte, das fremde Menschen sich so offen und neugierig gegenüber treten und den Abend so genießen können.

Für Timo und mich waren auch die Abende besonders schön, wenn wir uns nach dem Essen plötzlich zwischen den Gästen wiedergefunden haben, meist mit einem Glas Wein in der Hand, und vom Fliegerleben erzählen konnten, dessen Faszination mich nach all den Jahren immer noch nicht loslässt.

Mit dem Flying Table habe ich mir wirklich einen großen Traum erfüllt und der beste Ehemann von allen unterstützt mich, wo es nur geht. Sei es als Kellner, als Berater, als Betreuer meiner Website, oder einfach nur, indem er mir zeigt, dass ich alles richtig gemacht habe. Denn nichts macht mir mehr Spaß, als Gastgeber zu sein, meine Gäste zu verwöhnen und Ihnen einen Abend zu bereiten, an den sie hoffentlich noch lange zurückdenken. Besonders freue ich mich darüber, dass sich schon diverse "Wiederholungstäter" hier eingefunden haben!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei all meinen Gästen bedanken, die den Flying Table schon kennenlernen konnten, und auch für ihre bezaubernden Gästebucheinträge. Hoffentlich haben Sie alle eine wunderschöne, zauberhafte Vorweihnachtszeit. Und ich bin neugierig, gespannt und erwartungsvoll im Hinblick auf weitere tolle Abende, wenn der Flying Table sich vielleicht wieder in einem anderen Gesicht zeigt. Sei es ein Geburtstag, ein Hochzeitstag, vielleicht auch mal ein Mottoabend. Ich bin für alles offen, gerne können Sie mich ansprechen. My Flying Table is your Flying Table...und nun:

Frohe Weihnachten! Feliz Navidad! Merry Christmas! Joyeux Noel! God Jul! Bon Natale!



If you only visit two continents in your liefetime
visit Africa  -  twice


Da wir uns gerade in einem unserer unzähligen Südafrka-Urlaube befinden, möchte ich Ihnen einige kulinarische Highlights unserer Reise nicht vorenthalten. Sehen Sie mir nach, daß dieser Beitrag eventuell etwas länger ausfallen wird, dies liegt an meiner Begeisterung für dieses wunderbare Land.

Im Moment sitze ich gerade in unserem Marine Beachfront Guesthouse in Hermanus, dem Ort auf der Welt, an dem man zwischen September und November ca. 2000 Wale - Southern Right Wales - vorbeiziehen sehen kann. Während ich schreibe, fällt ab und zu mein Blick auf den Ozean, wo sich immer mal wieder ein gewaltiger, glatter Walrücken aus den Wellen hebt, um dann majestätisch wieder abzutauchen.

Wenn ich die letzten Urlaubstage Revue passieren lasse, weiß ich kaum, welchen Part unserer Reise oder welches Restaurant ich besonders herausheben soll, waren doch alle von ganz eigener Schönheit. Sei es unsere Safari Lodge (www.Nkomazi.com), wo wir über die Maßen verwöhnt wurden;  nicht nur die Tierbeobachtungen waren wunderbar, auch kulinarisch waren wir angenehm überrascht.

Oder aber das Highlands Country House in Kapstadt (www.highlands.co.za), welchem wir sicherlich in den kommenden Jahren die Treue halten werden. Die Gastfreundlichkeit von Carole Armstrong-Hooper ist kaum zu überbieten, das Guesthouse von einem Charme, welches seinesgleichen sucht. Das Highlands ist ein wunderschönes Herrenhaus, umgeben von einem liebevoll angelegten Garten im englischen Stil, und auch von der Ausstattung her bleibt kein Wunsch offen, eingerichtet mit erlesenen Antiquitäten, wunderschönen Stoffen, Kerzenleuchtern und einem Kamin in fast jedem Zimmer des Hauses. Man hat die Möglichkeit, am Abend im eleganten Speisezimmer Platz zu nehmen und am flackernden Kaminfeuer ein Drei-Gang-Menü zu genießen. Wir haben uns von diesem Guesthouse nur schwer trennen können und werden ganz bestimmt wiederkommen.
An unserem ersten Nachmittag in Kapstadt haben wir uns zum High Tea im altehrwürdigen Lord Nelson Hotel angemeldet. Das "Nellie", wie die Kapstädter sagen, ist ein Hotel mit Geschichte im Kolonialstil und ein Besuch des High Teas am Nachmittag sollte bei einem Besuch in Kapstadt unbedingt eingeplant werden. Die Teezeremonie ist im letzten Jahr zum "besten Tee der Welt" gewählt worden. Nachdem wir aus der überaus reichhaltigen Teekarte unseren Wunschtee gewählt hatten, konnten wir uns nicht sattsehen am dazugehörigen Teebuffet, wo wir die Qual der Wahl hatten, da wir alles durchprobieren hätten können, geschafft haben wir es natürlich nicht. Von Gurkensandwiches bis Lachshäppchen, Roastbeefwraps bis Quiche, Scones mit Clotted Cream und hausgemachter Marmelade, Schokocremetorte, Carrot Cake, Petit Fours und Pralinenspezialitäten, hier wird jedes Begehren gestillt. Genießen Sie Ihren Tee im traumhaft schönen Garten.  Sie werden beides in Erinnerung behalten.

Ein Restaurant in Kapstadt möchte ich nicht unerwähnt lassen: das BAIA, ein Seafoodrestaurant, nein, DAS Seafoodrestaurant an der Waterfront. Wenn Sie auf der Suche nach perfekt zubereitetem Fisch und Meeresfrüchten sind, sind Sie hier richtig.
Unser Abend im Baia begann recht spektakulär, indem unser Kellner uns nach draußen bat, um unsere bestellte Flasche Sekt mit einem Säbel zu köpfen. Timo fand das so beeindruckend, dass er jetzt stetig übt, um diese Darbietung auch für den Flying Table übernehmen zu können.
Wir hatten einen Tisch mit perfektem Blick auf den Tafelberg. Unsere Seafoodplatte, welche aus  Hummer Thermidor, Langusten, Tiger Prawns, gegrillten Calamari und Kingklip bestand, bot uns ein kulinarisches Erlebnis der Extraklasse. (www.baiarestaurant.co.za)

Morgen setzen wir unsere Reise fort in die Winelands nach Franschhoek. Auch dort werde ich wieder in fremde Töpfe schauen und Ihnen berichten.

Hakuna Matata!



Restaurantempfehlung in der Region

Obwohl mein nächster Flug nach Boston geht und ich dort wieder eine wunderbare Clam-Chowder (Venusmuschelsuppe)
und sicherlich auch den einen oder anderen Hummer verdrücken werde, möchte ich allen, die es noch nicht kennen, mein absolutes Lieblingsrestaurant in unserer Region empfehlen.  Von Wildeshausen ist es zwar eine halbstündige Autofahrt dorthin, die sich aber auf jeden Fall lohnt.

Ich rede natürlich von Pino aus dem Casa d'Italia in Syke. Pinos Restaurant ist einfach sehr gemütlich, man findet sich wieder zwischen Marienstatuen, Fotos von Pinos Familie oder auch Promis, die schon bei ihm gegessen haben und es wohl auch immer wieder tun werden. Schon beim sehr lockeren Empfang fühlt man sich einfach wohl, das übliche "Sie" weicht einem "Du", an der Vitrine kann man sich an den Köstlichkeiten hinter Glas kaum sattsehen, und einen Antipastiteller sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, denn dafür ist Pino bekannt. Mit viel Raffinesse und Einfallsreichtum sind seine Speisen zusammengestellt und wenn man das Glück hat, an einem Freitag einen Tisch zu ergattern, kommt man in den Genuss einer kleinen, aber feinen Speisekarte, nach deren Lektüre die Auswahl schwer fällt. Gönnt man sich danach noch eine Dessertvariation, wähnt man sich im Himmel.

Ich freue mich sehr und es macht mich stolz, dass ich kürzlich das Glück hatte, mit Pino gemeinsam kochen zu dürfen und mir den ein- oder anderen Trick abgucken zu können. (siehe meine "Presse-Seite")

Wenn Sie also Lust auf wunderbares, italienisches Essen in einer lockeren Atmosphäre haben, reservieren Sie einen Tisch bei Pino.
Pino

Casa d'Italia

Hauptstrasse 44
28857 Syke
Tel.: 04242-6204
www.pino-syke.de



Neulich in Toulouse

Kürzlich hatte ich wieder mal das Glück, mit meinem Göttergatten eine 5-Tages-Kurzstreckentour zu fliegen. Wenn er auch an meinem Flying Table zum Weinsteward degradiert wird, so ist er im Flugzeug mein Chef, was für mich, sagen wir, zumindest gewöhnungsbedürftig ist.

Da ich erst seit kurzem auch Kurzstrecke fliege, profitiere ich hier durchaus von den jahrelangen Erfahrungen des besten Ehemannes von allen, auch kulinarisch. In Toulouse stand deshalb auch ein Besuch des bekannten Restaurants L'Entrecote auf dem Programm. Es öffnet mittags um 12:00 Uhr und da wir um 13:30 Uhr in der Hotellobby in Uniform bereitstehen musste, war unsere Zeit knapp bemessen. Als wir um 11:45 Uhr am Restaurant eintrafen in der irrigen Annahme, dann die Ersten zu sein, hatte sich bereits eine etwa 50 Meter lange Warteschlange vor dem Eingang gebildet. Mit Öffnen der Türen stürmten die Restaurantgäste in die Gasträume, um sich die besten Tische zu sichern, denn Reservierungen werden hier nicht entgegengenommen.

Das Besondere an diesem Restaurant? Es gibt, wie der Name schon sagt, ausschliesslich Entrecote. Dieses allerdings in solch perfekter Darreichungsform, dass man aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskommt. Ein saftiges Stück Fleisch, perfekt gegrillt, in feine Tranchen geschnitten, napiert mit einer gekräuterten Buttersoße, dazu, ganz schlicht, ein gemischter Salat in einer Nussvinaigrette, wie ich sie vergleichbar bisher nur in der Sansibar auf Sylt gegessen habe. Dann noch ein Teller mit handgeschnittenen, dünnen Pommes Frites, die ich mir versagt habe, weil ich danach ja noch in die Uniform passen musste. Man hat eine sehr begrenzte Weinauswahl, vin rouge ou blanc. Wir mussten uns sowieso an Wasser halten, aufgrund der anstehenden Flüge.

Im Entrecote wird bestellt, gegessen und bezahlt. Das alles in einem atemberaubenden Tempo. Die eingeplante Restaurantstunde hat also ausgereicht. Wenn ich auch kein Freund der hastigen Nahrungsaufnahme bin, so bietet das Konzept dieses Restaurants doch ein besonderes (Ess)-Erlebnis. Das Fleisch war wunderbar!

L'Entrecote
15 Boulevard de Strassbourg
31000 Toulouse
Frankreich
www.entrecote.fr



Und neulich an Bord

Ein Langstreckenflug.  In der Economy sitzt ein "Herr" mit Kind und schlechtem Tag.  Flugbegleiter: "Was möchten Sie gerne essen?  Wir haben Putengeschnetzeltes oder Rinderbraten."  Passagier: "Ich nehm das Rind".  Er beugt sich zu seiner Tochter und sagt laut und für jeden hörbar:  "Und wenn Du immer schön in der Schule aufpasst und fleißig bist, dann mußt Du SO einen Job später nie machen."  Dabei deutet er auf die Kollegin.  Die Kollegin serviert ihm sein Essen, fragt auch die Kleine, was sie möchte, stellt ihr schließlich mit einem Grinsen das Tablett auf den Tisch und meint:  "Tja, und wenn Dein Papa in der Schule immer schön aufgepaßt hätte und fleißig gewesen wäre, dann würdest DU heute in der First Class sitzen!" ©